ANALYSE: IMMOBILIENMARKT & STADTENTWICKLUNG IN RHEIN-MAIN

Leerstand oben, Mangel unten: Wie Frankfurts Bürokrise und Wohnungsnot kollidieren

Mit 1,32 Millionen Quadratmetern ungenutzter Bürofläche verzeichnet Frankfurt ein Rekordpolster an Überhang, während im Bankenviertel Spitzenmieten von 56 Euro gezahlt werden. Warum die Umnutzung von Büros zu Wohnungen an Baukörpern, Brandschutz und Kosten scheitert, und was kommunale Träger gegen den Baustopp tun.

Krangeometrie vor ruhigem grauem Himmel, ohne Beschriftung oder Stadtbild.
Bauen ist Projektierung, Genehmigung und Zeit.

Frankfurt am Main erlebt eine beispiellose räumliche und ökonomische Spaltung auf seinen Immobilienmärkten. Während Wohnungssuchende, Familien und Fachkräfte auf einem der angespanntesten Mietmärkte der Bundesrepublik um bezahlbaren Wohnraum konkurrieren, verharren in den Gewerbezonen und Bürokorridoren riesige Gebäudevolumina im Stillstand. Nach aktuellen Markterhebungen von JLL und CBRE für das erste Halbjahr 2026 beläuft sich der Büroleerstand im Frankfurter Marktgebiet auf rund 1,32 Millionen Quadratmeter. Das entspricht einer Quote von 11,2 Prozent und markiert ein historisches Überhangpolster.

Zur gleichen Zeit beziffert das Pestel-Institut im aktuellen Sozialen Wohn-Monitor das strukturelle Wohnungsdefizit in Hessen auf mehr als 86.000 Wohnungen. Bundesweit fehlen mehr als 1,4 Millionen Einheiten, vor allem im bezahlbaren Segment der Ballungsräume. Der vordergründig naheliegende Schluss, den massiven gewerblichen Leerstand schlicht in dringend benötigten Wohnraum zu transformieren, erweist sich in der städtebaulichen und ingenieurtechnischen Realität als trügerische Verheißung. Zwischen ungenutzten Schreibtischflächen und bezugsfertigen Wohnungen stehen physikalische Grundrisse, strikte Brandschutzauflagen und eine Kostenstruktur, die viele Umnutzungsprojekte wirtschaftlich unrentabel macht.

Die Polarisierung des Büromarkts: Spitzenmieten gegen strukturellen Verfall

Die 1,32 Millionen Quadratmeter Leerstand verteilen sich nicht gleichmäßig über das Stadtgebiet, sondern spiegeln eine fundamentale Marktpolarisierung wider. Wie Colliers International in seiner Halbjahresanalyse 2026 darlegt, driftet die Schere zwischen zentralen Premium-Lagen und dezentralen Randstandorten mit einer Spreizung von bundesweit fast 90 Prozent weiter auseinander.

Im Frankfurter Central Business District (CBD), insbesondere im Bankenviertel und entlang der Taunusanlage, herrscht ein anhaltender Nachfragedruck nach modernen, ESG-konformen Büroflächen der höchsten Ausstattungsklasse. Internationale Kanzleien, Beratungsgesellschaften und Finanzdienstleister sind bereit, für Flächen mit exzellenter Energieeffizienz und hochwertiger Aufenthaltsqualität Spitzenpreise zu entrichten. Die Spitzenmiete im Frankfurter Bankenviertel kletterte im ersten Halbjahr 2026 auf 55,00 bis 56,00 Euro pro Quadratmeter.

Völlig konträr stellt sich die Lage an den peripheren Gewerbestandorten und den klassischen Bürostädten der 1980er und 1990er Jahre dar. In Teilmärkten wie Niederrad, dem Offenbacher Kaiserlei oder Eschborn häufen sich die Leerstände. Nach Daten von German Property Partners (GPP) liegen die erzielbaren Durchschnittsmieten in Niederrad bei circa 16,30 Euro, im Kaiserlei bei 15,50 Euro und in Eschborn bei rund 16,00 Euro pro Quadratmeter. Ältere Gebäude ohne energetische Sanierung, mit ineffizienten Grundrissen und unzureichender ÖPNV-Anbindung drohen zu dauerhaft unrentablen Liegenschaften, sogenannten Stranded Assets, zu werden. Doch gerade diese Bestände lassen sich keineswegs reibungslos in Wohnquartiere überführen.

Das Umnutzungs-Dilemma: Warum Büros keine Wohnungen werden

Die Vorstellung, verwaiste Verwaltungsgebäude per Trockenbauwand in familiengerechte Wohnungen zu verwandeln, scheitert an vier gravierenden bauphysikalischen und baurechtlichen Hürden:

  1. Gebäudetiefe und tageslichtlose Kerne: Bürokomplexe der Nachkriegsmoderne sowie jüngere Verwaltungsbauten wurden für Großraumbüros oder Kombibüros mit Tiefen von 18 bis 24 Metern konzipiert. Die Hessische Bauordnung (HBO) schreibt für Aufenthaltsräume wie Schlaf- und Wohnzimmer zwingend Fensterflächen und direkte natürliche Belichtung vor. Bei derartigen Bautiefen verbleiben im Gebäudeinneren riesige, tageslichtlose Zonen. Während man dort im Bürobetrieb Besprechungsräume, Teeküchen oder Archive unterbrachte, lassen sich diese Kernflächen im Wohnungsbau kaum wirtschaftlich nutzen.
  2. Vertikale Schacht- und Sanitärinfrastruktur: Ein Bürogebäude verfügt typischerweise über einen zentralen Erschließungskern mit zwei bis vier Sanitärsträngen pro Etage für Damen- und Herrentoiletten. Wohngebäude hingegen verlangen für jede einzelne Mieteinheit dezentrale Zu- und Abwasserleitungen sowie Küchenanschlüsse. Diese Installationen erfordern das nachträgliche Durchbohren tragender Stahlbetondecken im gesamten Baukörper, was hohe statische Risiken birgt und erhebliche Kosten verursacht.
  3. Brandschutz und Fluchtwege: Das Sicherheitskonzept eines Bürohauses beruht auf weiten Brandabschnitten und zentralen Treppenräumen. Eine Wohnnutzung verlangt eine rigorose Unterteilung in F90-Wohnungstrennwände sowie für jede Einheit einen baulichen ersten und zweiten Rettungsweg. Häufig erfüllen vorhandene Balkone oder Fensterbänder nicht die rettungsdienstlichen Anleiterhöhen der Feuerwehr, was den Einbau zusätzlicher Sicherheitstreppenhäuser oder kostspieliger Druckbelüftungsanlagen erzwingt.
  4. Schadstoffbelastung und Kostenparität: Viele Leerstandsimmobilien der 1970er bis 1990er Jahre weisen Altlasten wie Asbest, künstliche Mineralfasern (KMF) oder PCB in Fugendichtungen auf. Die aufwendige Schadstoffsanierung in Verbindung mit dem Totalumbau treibt die Sanierungskosten auf 2.500 bis 3.800 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Damit erreichen die Umnutzungskosten ein Niveau, das oft nur noch geringfügig unter den Kosten eines vollständigen Neubaus liegt, jedoch mit permanenten Grundrisskompromissen behaftet bleibt.
Kennzahl / MarktindikatorWertKontext & EinordnungQuelle
Büroleerstand Frankfurt gesamt1,32 Mio. m²Entspricht 11,2 % Leerstandsquote im MarktgebietJLL / CBRE Research (H1 2026)
Büro-Spitzenmiete Bankenviertel55,00 bis 56,00 €/m²Höchstwert in Top-Lagen CBDCBRE / Colliers (H1 2026)
Büro-Durchschnittsmiete Niederrad16,30 €/m²Struktureller Leerstand in peripherer LageGerman Property Partners (GPP)
Büro-Durchschnittsmiete Kaiserlei15,50 €/m²Hohes Überangebot im Übergang OffenbachGerman Property Partners (GPP)
Rechnerisches Wohnungsdefizit Hessenca. 86.000 WEFehlbedarf an bezahlbarem WohnraumPestel-Institut (Wohn-Monitor 2026)
Wohnungsfertigstellungen Hessen 202515.542 WERückgang um 13,5 % gegenüber VorjahrHessisches Statistisches Landesamt
Baugenehmigungen Hessen 202516.772 WEAnstieg um 16,5 % (ohne Baubeginngarantie)Hessisches Statistisches Landesamt
Baugenehmigungen Hessen H1 20268.025 WEZuwachs von 3,7 % gegenüber VorjahreszeitraumHessisches Statistisches Landesamt
Fertiggestellte Wohnungen Frankfurt 20253.772 WEKommunales StadtgebietBauaufsicht Frankfurt
Genehmigte Wohnungen Frankfurt 20253.180 WEErholung nach Tiefstständen 2024Dezernat Planen und Wohnen
Wohnungsbestand ABG Holding54.917 WEGrößter kommunaler Vermieter der StadtABG Frankfurt Holding (Bilanz 2024)
Investitionsprogramm ABG bis 20292,1 Mrd. €Geplante Errichtung von 4.000 NeubauwohnungenABG Frankfurt Holding (Unternehmensangabe)
Medianpreis Eigentumswohnung Westend8.330 €/m²Hochpreissegment im Bestandsverkauf 2025Gutachterausschuss Frankfurt
Medianpreis Eigentumswohnung Rödelheim3.630 €/m²Moderates Bestandssegment im StadtgebietGutachterausschuss Frankfurt

Die Lehren aus dem Lyoner Quartier: 15 Jahre Transformation

Dass Konversion im großen Maßstab funktionieren kann, demonstrierte Frankfurt im sogenannten Lyoner Quartier, der ehemaligen Bürostadt Niederrad. Ab 2010 wandelte die Stadt das einstige Monogewerbegebiet planungsrechtlich in ein Mischgebiet um. In den folgenden anderthalb Dekaden wurden über 400.000 Quadratmeter Bürofläche umgewandelt oder abgerissen und durch mehr als 4.000 Wohnungen ersetzt. Heute leben dort über 8.000 Menschen.

Die Bilanz dieses Transformationslabors ist jedoch zwiespältig. Während private Investoren schnell studentische Apartments, Mikro-Appartements und frei finanzierte Eigentumswohnungen errichteten, hinkte die soziale Infrastruktur über Jahre hinterher. Grundschulplätze, Kindertagesstätten, Nahversorger und Grünanlagen entstanden erst mit massiver zeitlicher Verzögerung.

Zudem traten städtebauliche Nutzungskonflikte zutage: Bestehende Gewerbebetriebe beklagten Lärmbeschwerden neu zugezogener Anwohner, während die Lage in der Einflugschneise des Frankfurter Flughafens strenge passive Schallschutzauflagen erforderlich machte. Das Beispiel Niederrad belegt: Umnutzung gelingt nur dort, wo Baukörper aus den 1960er und 1970er Jahren günstige Grundrisstiefen aufweisen, und sie erfordert ein aktives kommunales Steuerungsengagement für Schulen, Kitas und Quartiersinfrastruktur.

Insolvenzen und Baustopps: Wenn Prestigeprojekte stranden

Die Kombination aus stark gestiegenen Bauzinsen, teuren Baumaterialien und veränderten Renditeerwartungen hat die privatwirtschaftliche Projektentwicklung im Rhein-Main-Gebiet empfindlich getroffen. An mehreren prominenten Standorten Frankfurts ruhen die Baustellen:

  • Das Areal des ehemaligen Polizeipräsidiums: Auf dem rund 15.000 Quadratmeter großen Areal zwischen Hauptbahnhof und Messe sollte nach Plänen des Entwicklers Gerchgroup ein gemischtes Quartier mit einem 175 Meter hohen Hochhaus, Büros, Hotel und hunderten Wohnungen entstehen. Nach der Insolvenz der Muttergesellschaft und der Projektgesellschaften im Jahr 2023 steht das Vorhaben still. Die denkmalgeschützten Bestandsbauten verfallen zusehends, während Gläubigerbanken und Stadt über ein tragfähiges Nachfolgekonzept verhandeln.
  • Die Signa-Hinterlassenschaften: Auch die Zusammenbrüche der österreichischen Signa-Gruppe hinterließen in der Innenstadt sichtbare Narben. Projekte wie das Geschäftshaus an der Hauptwache 1 (ehemals Sportarena) blockierten zentrale Flächen über Jahre.
  • Gewerbliche Umlandmärkte: Selbst in traditionell stabilen Standorten wie Wiesbaden brach der gewerbliche Büroflächenumsatz 2025 nach Colliers-Erhebungen auf historisch niedrige 20.400 Quadratmeter ein, was Projektentwickler dazu zwingt, spekulative Büro-Neubauvorhaben bis auf Weiteres zu sistieren.

Baugenehmigungen versus Fertigstellungen: Das hessische Scherengitter

Ein Blick in die amtlichen Zahlen des Hessischen Statistischen Landesamtes offenbart eine beunruhigende Schere zwischen formalen Genehmigungen und realer Baufertigstellung.

Im Jahr 2025 wurden in Hessen insgesamt 16.772 Wohnungen zum Bau genehmigt. Das entsprach einem statistischen Anstieg von 16,5 Prozent gegenüber dem Krisenjahr 2024. Auch im ersten Halbjahr 2026 setzte sich dieser Trend fort: Mit 8.025 Baugenehmigungen für Wohnungen lag das Niveau um 3,7 Prozent über dem ersten Halbjahr 2025. In Frankfurt meldete das Dezernat für Planen und Wohnen für das Jahr 2025 insgesamt 3.180 genehmigte Wohnungen, ein Plus von rund 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Doch diese Genehmigungen schlagen sich nicht in bezugsfertigem Wohnraum nieder. Die Zahl der Baufertigstellungen in Hessen brach 2025 um 13,5 Prozent auf lediglich 15.542 Wohnungen ein. Der Grund für diese Divergenz liegt im sogenannten Bauüberhang. Angesichts von Erstellungskosten von 4.200 bis 5.000 Euro pro Quadratmeter im städtischen Mehrfamilienhausneubau und Bauzinsen im Bereich von 3,5 bis 4 Prozent ziehen viele Bauträger ihre erteilten Baugenehmigungen nicht zur Ausführung heran. Sie warten ab, verkaufen Grundstücke weiter oder lassen Genehmigungen verfallen.

Dieser Stillstand spiegelt sich auch in den Kaufpreisen wider. Der Gutachterausschuss für Immobilienwerte für den Bereich der Stadt Frankfurt am Main registrierte in seinem Marktbericht 2026 zwar eine Stabilisierung der Transaktionszahlen bei Bestandswohnungen (2.359 Verkäufe im Jahr 2025), doch das Neubausegment verharrte mit rund 150 Verkäufen auf einem historischen Tiefstand. Die Medianpreise variieren im Stadtgebiet drastisch: Während für eine Eigentumswohnung im Westend im Schnitt 8.330 Euro je Quadratmeter gezahlt wurden, lag der Median in Rödelheim bei 3.630 Euro. Für breite Schichten der Bevölkerung bleibt der Eigentumserwerb unerschwinglich, was den Druck auf das Mietsegment weiter maximiert.

Kommunale Stabilitätsanker: Wie die ABG Frankfurt Holding gegensteuert

Wo der privatwirtschaftliche Wohnungsbau kollabiert und reine Büroflächen verwaisen, kommt den kommunalen Wohnungsgesellschaften die zentrale Rolle als Marktstabilisator zu. In Frankfurt bildet die ABG FRANKFURT HOLDING das institutionelle Fundament der öffentlichen Daseinsvorsorge.

Mit einem Wohnungsbestand von 54.917 Einheiten im Stadtgebiet und einem testierten Konzernjahresüberschuss von 95,8 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2024 verfügt das Unternehmen über eine robuste Eigenkapitalquote von 42,7 Prozent. Während freie Projektentwickler ihre Bautätigkeit drastisch drosseln, stemmt die städtische Holding ein antizyklisches Investitionsprogramm: Bis zum Jahr 2029 sind nach Unternehmensangaben Investitionen von rund 2,1 Milliarden Euro vorgesehen, um rund 4.000 neue Wohnungen zu errichten.

Dabei konzentriert sich die kommunale Gesellschaft vorrangig auf den geförderten Mietwohnungsbau nach Förderweg 1 und 2 sowie auf bezahlbare Quartiersentwicklungen im Passivhausstandard. Durch langfristige Finanzierungsstrukturen, kommunale Flächenbevorratung und die Reinvestition erwirtschafteter Überschüsse kann die ABG Baupreisschwankungen abfedern, die private Entwickler in die Knie zwingen. Ohne diese öffentliche Bautätigkeit wäre der Frankfurter Wohnungsneubau in den vergangenen zwei Jahren nahezu vollständig zum Erliegen gekommen.

Was die Zahlen verschweigen: Buchwert-Starre und Zensus-Korrekturen

Um die Tragweite der Krise fundiert zu beurteilen, müssen drei methodische Verzerrungen der publizierten Marktdaten berücksichtigt werden:

  1. Die Buchwert-Starre der Banken und Fonds: Viele institutionelle Eigentümer von Büroimmobilien in B- und C-Lagen weigern sich bislang, signifikante Wertberichtigungen in ihren Bilanzen vorzunehmen. Würden die Liegenschaften auf ihren realen Liquidationswert oder den Ertragswert für Wohnungsbau abgeschrieben, drohten Eigenkapitalverluste und Nachschusspflichten bei Bankkrediten. Diese buchhalterische Trägheit verhindert, dass Grundstücke zu Preisen an den Markt kommen, die eine wirtschaftliche Konversion erst ermöglichen würden.
  2. Der Papiereffekt bei Baugenehmigungen: Das statistische Plus von 16,5 Prozent bei Baugenehmigungen in Hessen darf nicht mit tatsächlicher Bauaktivität verwechselt werden. In den Genehmigungszahlen der Ämter sind zahlreiche Projektänderungen, Fristverlängerungen und spekulative Planungsrechte enthalten, für die gegenwärtig keine Finanzierung gesichert ist.
  3. Die Zensus-Bereinigung: Durch den Zensus 2022 wurde Frankfurts amtliche Einwohnerzahl nachträglich nach unten korrigiert. Diese statistische Verschiebung ändert jedoch nichts am realen Nachfrageüberhang: Weil die durchschnittliche Haushaltsgröße sinkt und der Anteil von Ein- und Zwei-Personen-Haushalten in der Mainmetropole weiter zunimmt, bleibt der Bedarf an eigenständigen Wohnungen trotz korrigierter Kopfzahlen ungebrochen hoch.

Die Koexistenz von über einer Million Quadratmetern ungenutztem Büroraum und akutem Wohnraummangel wird die Stadt Frankfurt auf absehbare Zeit prägen. Solange planungsrechtliche Hürden bestehen und Sanierungskosten die Neubaukosten tangieren, bleibt der Leerstand kein schneller Retter der Wohnungskrise, sondern ein städtebauliches Mahnmal für die Trägheit gewerblicher Immobilienmärkte.


Quellen und Methodik

Die Daten dieses Beitrags basieren auf behördlichen Veröffentlichungen, amtlichen Statistiken des Landes Hessen und der Stadt Frankfurt am Main sowie auf fundierten Marktberichten renommierter Immobilien- und Forschungsinstitute.

  • Jones Lang LaSalle (JLL): Büromarktüberblick Frankfurt am Main, Analyse zu Flächenumsatz, Spitzenmieten und Leerstandsentwicklung, Stand zweites Quartal 2026.
  • CBRE GmbH: Frankfurter Bürovermietungsmarkt im ersten Halbjahr 2026, Erhebung zu Leerstandsquoten (11,2 Prozent), Marktvolumina und Neubaufertigstellungen, Veröffentlichungsdatum 7. Juli 2026.
  • Colliers International Deutschland GmbH: Bürovermietungsmarkt zeigt ausgeprägte Polarisierung, Top-7-Märkte im ersten Halbjahr 2026, Mietpreisspreizung und Spitzenmieten im Bankenviertel bis 56 Euro, Juli 2026.
  • Hessisches Statistisches Landesamt: Baugenehmigungen in Hessen im Jahr 2025, Amtliche Statistik zum Wohnungsbau und Hochbau, März 2026.
  • Hessisches Statistisches Landesamt: Mehr Baugenehmigungen für Wohnungen in Hessen im ersten Halbjahr 2026, Vorläufige Monatsstatistik, August 2026.
  • Hessisches Statistisches Landesamt: Weniger fertiggestellte Wohnungen in Hessen im Jahr 2025, Hochbaustatistik zu Fertigstellungsanzeigen, Juni 2026.
  • Stadt Frankfurt am Main, Bauaufsicht Frankfurt: Zahlen, Daten, Fakten der Bauaufsicht, Jahresrückblick zu Baufertigstellungen 2025, Juni 2026.
  • Stadt Frankfurt am Main, Dezernat Planen und Wohnen: Jahresbilanz Baugeschehen 2025, Genehmigungszahlen und Digitalisierung der Baugenehmigungsverfahren, Juni 2026.
  • Pestel-Institut für Systemforschung e. V.: Sozialer Wohn-Monitor 2026, Wissenschaftliche Erhebung zu Wohnungsnot, Bezahlbarkeit und regionalen Fehlbedarfen in Hessen und Bund, Januar 2026.
  • ABG FRANKFURT HOLDING Wohnungsbau- und Beteiligungsgesellschaft mbH: Geschäftsbericht und Konzernabschluss 2024, Bestandsdaten zu 54.917 Wohnungen und Investitionsplanung von 2,1 Milliarden Euro bis 2029, September 2025.
  • Gutachterausschuss für Immobilienwerte für den Bereich der Stadt Frankfurt am Main: Immobilienmarktbericht Frankfurt am Main 2026 (Berichtsjahr 2025), Auswertung notarieller Kaufverträge und Stadtteil-Medianpreise, Mai 2026.
  • German Property Partners (GPP) / blackolive advisors GmbH: Büromarktbericht Frankfurt am Main Q3 2025, Teilmarkterhebungen zu Durchschnittsmieten in Niederrad, Kaiserlei und Eschborn, Oktober 2025.
  • Colliers International Deutschland GmbH: Historisch niedriger Flächenumsatz prägt Wiesbadener Büromarkt, Jahresbilanz und Leerstandsquoten 2025, Februar 2026.

Quellen und Methodik

  1. 01 Jones Lang LaSalle SE , Büromarkt Frankfurt Q2 2026: Marktdynamik und Leerstandsentwicklung , Gewerbliche Markterhebung , Q2 2026 , Frankfurt am Main (Stadtgebiet) , veröffentlicht 2026-07-07 , abgerufen 2026-09-08
  2. 02 CBRE GmbH , Frankfurter Bürovermietungsmarkt bleibt im ersten Halbjahr 2026 selektiv , Markterhebung , H1 2026 , Frankfurt Marktgebiet inklusive Eschborn und Offenbach/Kaiserlei , veröffentlicht 2026-07-07 , abgerufen 2026-09-08
  3. 03 Colliers International Deutschland GmbH , Bürovermietungsmarkt zeigt ausgeprägte Polarisierung: Top-7-Märkte H1 2026 , Marktbericht , H1 2026 , Frankfurt am Main und bundesweite Top-7-Büromärkte , veröffentlicht 2026-07-08 , abgerufen 2026-09-08
  4. 04 Hessisches Statistisches Landesamt , Baugenehmigungen in Hessen im Jahr 2025: Wohnungsbau und Hochbau , Amtliche Statistik , Geschäftsjahr 2025 , Hessen , veröffentlicht 2026-03-05 , abgerufen 2026-09-08
  5. 05 Hessisches Statistisches Landesamt , Mehr Baugenehmigungen für Wohnungen in Hessen im ersten Halbjahr 2026 , Amtliche Statistik , H1 2026 , Hessen , veröffentlicht 2026-08-18 , abgerufen 2026-09-08
  6. 06 Hessisches Statistisches Landesamt , Weniger fertiggestellte Wohnungen in Hessen im Jahr 2025 , Amtliche Statistik , Geschäftsjahr 2025 , Hessen , veröffentlicht 2026-06-16 , abgerufen 2026-09-08
  7. 07 Stadt Frankfurt am Main – Bauaufsicht Frankfurt , Jahresrückblick 2025/26 der Bauaufsicht Frankfurt , Kommunalbericht , Geschäftsjahr 2025 , Frankfurt am Main , veröffentlicht 2026-06-09 , abgerufen 2026-09-08
  8. 08 Stadt Frankfurt am Main – Dezernat Planen und Wohnen , Jahresbilanz Baugeschehen 2025: Wohnungsbaugenehmigungen und Baukonjunktur , Kommunalbericht , Geschäftsjahr 2025 , Frankfurt am Main , veröffentlicht 2026-06-09 , abgerufen 2026-09-08
  9. 09 Pestel-Institut für Systemforschung e.V. , Sozialer Wohn-Monitor 2026: Wohnungsnot, Bezahlbarkeit und struktureller Fehlbedarf , Wissenschaftliche Studie , Stand Januar 2026 , Hessen und Bundesgebiet , veröffentlicht 2026-01-15 , abgerufen 2026-09-08
  10. 10 ABG FRANKFURT HOLDING Wohnungsbau- und Beteiligungsgesellschaft mbH , ABG zieht Bilanz für 2024 und plant 4.000 neue Wohnungen bis 2029 , Geschäftsbericht , Geschäftsjahr 2024 (mit Fünfjahresausblick 2025-2029) , Frankfurt am Main , veröffentlicht 2025-09-25 , abgerufen 2026-09-08
  11. 11 Gutachterausschuss für Immobilienwerte für den Bereich der Stadt Frankfurt am Main , Immobilienmarktbericht Frankfurt am Main 2026 (Berichtsjahr 2025) , Amtliche Kaufpreissammlung , Geschäftsjahr 2025 / Auswertungsstand 2026 , Frankfurt am Main , veröffentlicht 2026-05-15 , abgerufen 2026-09-08
  12. 12 German Property Partners (GPP) / blackolive advisors GmbH , Büromarktbericht Frankfurt am Main Q3 2025 , Marktbericht , Q1 bis Q3 2025 , Frankfurt am Main und Teilmärkte Rhein-Main , veröffentlicht 2025-10-15 , abgerufen 2026-09-08
  13. 13 Colliers International Deutschland GmbH , Historisch niedriger Flächenumsatz prägt Wiesbadener Büromarkt: Jahresbilanz 2025 , Marktbericht , Geschäftsjahr 2025 , Landeshauptstadt Wiesbaden , veröffentlicht 2026-02-20 , abgerufen 2026-09-08